Xenia Stolz: Weitsprung-Comeback in Wiesbaden

Achtzehn Monate nach ihrem bislang letzten Weitsprung-Wettkampf steht Xenia Stolz vor ihrem Comeback. Bei den deutschen Hallenmeisterschaften 2017 hatte die mittlerweile 29-Jährige den dritten Platz belegt, anschließend wurde sie schwanger, Tochter Julina kam im vergangenen Dezember auf die Welt. Wenige Wochen später begann die ehemalige hessische Rekordhalterin (Freiluft 6,74/Halle 6,63) und Hallen-WM-Teilnehmerin (2016) wieder mit ersten Kräftigungsübungen. Im Frühjahr stand in Portugal ein WLV-Trainingslager auf dem Programm, das Xenia recht entspannt absolvieren konnte, da „viele Babysitter“ dabei waren. Also Vereinsmitglieder, die sich um Julina gekümmert haben. Von einer ruhigen Elternzeit kann trotzdem nicht die Rede sein, denn die Polizeikommissarin hat sich mit zuletzt sechs Trainingseinheiten pro Woche wieder in Form gebracht. Wie weit sie schon springen kann, wird sich an diesem Mittwochabend, 22. August, ab 18.30 Uhr beim Abendsportfest im Helmut-Schön-Sportpark zeigen. Veranstalter sind der TV Waldstraße Wiesbaden und der Wiesbadener LV.

 

Immer an ihrer Seite: Heim- und Landestrainer Peter Rouhi. Wie sich Wettkämpfe anfühlen, hat Xenia bereits bei den hessischen Staffelmeisterschaften in Bebra gefühlt, als das WLV-Quartett auf Rang zwei lief. Wobei der Sommer 2018 nur eine Übergangssaison ist, richtig durchstarten möchte Xenia im Winter und dann wieder Anschluss an die deutsche Spitze finden. „Schritt für Schritt geht es voran. Und Olympia bleibt einfach ein Traum, den ich mir erfüllen will. Ich bin noch lange nicht am Ende“, sagte sie kürzlich einer Wiesbadener Zeitung.