Alle guten Dinge sind 3

 Zurück im bekannten Donaustadion Ulms – dort, wo vor drei Wochen bereits die deutschen Jugend-Meisterschaften stattfanden, dort, wo Hawa Jalloh bereits zwei Medaillen gewinnen konnte und dort, wo die U18-Athletin Ende Juli sowohl über 100 Meter Hürden als auch die halbe Stadionrunde neue Bestzeiten aufstellte. Und auf eben dieser Sportanlage wurden auch die deutschen Jugend-Mehrkampfmeisterschaften vor einer Woche ausgetragen. Bei dieses Mal beständigerem Wetter, von Platzregen verschont, holten die vielseitigen Sportler von Disziplin für Disziplin im Wettstreit um den Titel alles aus sich heraus.

 

Die Siebenkämpferinnen der Altersklasse U18 starteten in drei Riegen unterteilt über 100 Meter Hürden in den ersten Wettkampftag. Dabei gehörte WLV-Athletin Hawa Jalloh gleich der ersten Gruppe an und sprintete in 14,22 Sekunden ins Ziel. Im Hochsprung gelang Hawa erstmalig ein Sprung über 1,54 Meter, gefolgt von 12,78 Metern im Kugelstoßen und 12,19 Sekunden über 100 Meter. Diese Leistungen bedeuteten Platz 7 nach Tag Eins.

 

Mit 5,68 Metern und nur neun Zentimetern unter ihrer persönlichen Bestweite im Weitsprung stieg die junge Siebenkämpferin am Sonntagmorgen erfolgreich in den zweiten Teil des Mehrkampfes ein. Beim Speerwurf blieb das Wurfgerät bei 45,31 Metern stecken. Nur der Speer von Marie Dehning (LG Celle-Land) flog an diesem Tag weiter.

 

Der die letzten Energiereserven fordernde Härtetest des Wettbewerbs stellen grundsätzlich die 800 Meter dar. Hierbei starten alle Teilnehmerinnen gemeinsam in einem Feld. Hawa legte bei der Schlussdisziplin 2:26,97 Minuten auf die Bahn und kam als sechste ins Ziel.

Das Endergebnis: 5495 Punkte für die Wiesbadenerin! Mit dieser Punktzahl steigert sie nicht nur ihren alten Hausrekord um über 100 Punkte, sondern kann sich auch bei starker Konkurrenz gegen 38 andere Siebenkämpferinnen durchsetzen. So wird Hawas Medaillensammlung von deutschen Meisterschaften in dieser Saison noch um eine dritte, weitere Bronzemedaille ergänzt.