Zwei Hessentitel für Newcomer Feliks Merkel

Zahlreiche Wettkämpfe einer langen Saison liegen bereits hinter den Athleten. Doch einige Titel waren am letzten Wochenende noch zu vergeben: In Darmstadt wurden die besten Mehrkämpfer und Mehrkämpferinnen Hessens ab der Jugend-Altersklasse U16 ausgemacht.

Zu ihnen zählt nun Feliks Merkel. Als Newcomer war das junge M14-Talent angereist und bestritt im Rahmen der Hessischen Mehrkampfmeisterschaften seinen ersten Wettkampf überhaupt. An das Wettbewerbsklima gewöhnen musste er sich scheinbar nicht, sondern lieferte souverän von Disziplin zu Disziplin spitzen Leistungen ab. Besonders heraus stachen jedoch Feliks Ergebnisse im Hochsprung (1,69 Meter), Diskuswurf (30,92 Meter) sowie Kugelstoßen (11,51 Meter), die an diesem Tag keiner seiner Gegner übertreffen konnte.

Letztendlich durfte der Vielseiter mit zwei Goldmedaillen um den Hals nach Hause fahren und sich jetzt Hessenmeister der M14 im Vier- und Neunkampf nennen. Einen deutlichen Vorsprung von fast 100 Punkten zum Zweitplatzierten Joshua Thiede von der TSG Wehrheim (2037 Pkte.) baute Feliks im Vierkampf (Weitsprung, Kugelstoßen, 100 Meter, Hochsprung) aus, sodass am Ende des Tages 2133 Punkte zu Buche standen. Im Neunkampf (zusätzlich Stabhochsprung, 80 Meter Hürden, Speer- und Diskuswurf, 1000 Meter) lautete seine Gesamtpunktzahl 4421 vor Jakob Busch von der LG Eintracht Frankfurt (4383 Punkte).

 

Im selben Wettkampf trat sein Vereinskollege Arik Sürek an und belegte sowohl im Vier- (als auch Neunkampf (3890 Punkte) zwei Mal einen super fünften Platz. Dabei konnte er neue Bestleistungen im Hochsprung (1,45 Meter), Speerwurf (17,51 Meter) und über 80 Meter Hürden (12,09 Sekunden) aufstellen.

 

Richtig spannend wurde es am Ende bei Anika Kind. Im Vierkampf der W15 verpasste die WLV-Mehrkämpferin von Trainer Sebastian Piontek mit Platz 4 und einem Ergebnis von 2056 Punkten noch einen Medaillenrang hinter der Drittplatzieren Katharina Altlay von der SG Enkheim (2102 Pkte.). Das Blatt wendete sich dann aber in der Siebenkampfwertung (zusätzlich 80 Meter Hürden, Speerwurf, 800 Meter). Vor der abschließenden Disziplin, den langen 800 Metern, bestand eine Differenz von 74 Punkten zum dritten Platz. Anika nahm die Herausforderung mit viel Kampfgeist an und bewies eisernes Durchhaltevermögen über die zwei Runden im Stadion Bürgerpark Darmstadt. Die zweitschnellste Zeit des Wettbewerbes mit 2:30,81 Minuten, nur die Gesamtsiegerin von der LG Eintracht Frankfurt Nele Huth (2:25,95) war uneinholbar, katapultierte die Athletin ordentlich nach vorne und schob sie vor auf Rang Drei. 3551 Punkte reichten für die mehr als verdiente Bronzemedaille.

 

Carsten Flynn musste nach einer von Verletzungen geplagten Sommersaison den Zehnkampf in der vierten Disziplin, dem Hochsprung, abbrechen. Wir wünschen schnelle Genesung!